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Frédéric Chaubin. Cccp. Cosmic Communist Constructions Photographed

Frédéric Chaubin. Cccp. Cosmic Communist Constructions Photographed

Taschen

Chaubin, Frédéric

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Inkl. Steuern.

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Anzahl
Pages
312 pp.
Language
Multiple Languages
Author
Frédéric Chaubin
Publisher
Taschen
Date
2011-01-21
Binding
Hardcover
ISBN
9783836525190
Dimensions
10.1 in x 1.2 in x 13.4 in

Vom Internationalen Kunstbuch- und Filmfestival in Perpignan, Frankreich, zum Architektur-Buch des Jahres gewählt, erforscht Frédéric Chaubins Cosmic Communist Constructions Photographed 90 Gebäude in 14 ehemaligen Sowjetrepubliken. Jedes dieser Bauwerke drückt das aus, was Chaubin als das vierte Zeitalter der sowjetischen Baukunst betrachtet, eine unbekannte Blütezeit, die von 1970 bis 1990 stattfand.

Im Gegensatz zu den 1920er und 1950er Jahren tritt hier keine „Schule“ oder Hauptströmung hervor. Diese Gebäude stehen für einen chaotischen Impuls, hervorgerufen durch ein zerfallendes System. Die Architekten nutzten den Zusammenbruch der monolithischen Struktur und gingen weit über den Modernismus hinaus, kehrten zu den Wurzeln zurück oder erfanden frei neu. Einige der Wagemutigen vollendeten Projekte, von denen die Konstruktivisten geträumt hätten (Sanatorium Druzhba, Jalta), andere drückten ihre Vorstellungskraft auf expressionistische Weise aus (Hochzeitspalast, Tiflis).

Ein Ferienlager, inspiriert von Skizzen eines Prototyps einer Mondbasis, beansprucht suprematistische Einflüsse (Jugendlager Prometheus, Bogatyr). Dann folgt die „sprechende Architektur“, die in den letzten Jahren der UdSSR verbreitet war: ein Krematorium, geschmückt mit Betonsflammen (Krematorium, Kiew), ein technisches Institut mit einem abgestürzten fliegenden Untertassen auf dem Dach (Institut für wissenschaftliche Forschung, Kiew), ein politisches Zentrum, das dich wie der Große Bruder beobachtet (Haus der Sowjets, Kaliningrad).

In ihrem Stilpuzzle, ihren ungewöhnlichen Strategien sind diese Gebäude außergewöhnliche Überreste eines zerfallenden Systems. In ihrer Vielfalt und lokalen Exotik zeugen sie sowohl von der weiten Geografie der UdSSR als auch von ihrem herannahenden Ende, den Löchern in einem sich ausweitenden Netz. Gleichzeitig verewigen sie viele der ideologischen Träume des Landes und seiner Zeit, von einer Obsession mit dem Kosmos bis zur Wiedergeburt der Identität.

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