Hilma AF Klint: What Stands Behind the Flowers
Hilma AF Klint: What Stands Behind the Flowers
Museum of Modern Art
Af Klint, Hilma, Hauptman, Jodi, Lajer-Burcharth, Ewa, Neufeld, Laura und Struwe, Lena
Auf Lager
Verfügbarkeit für Abholungen konnte nicht geladen werden
Af Klints kunstvoll gestaltetes botanisches Werk zeigt eine tiefe geistige Verbundenheit mit der Pflanzenwelt ihres Heimatlandes Schweden
Im Frühling und Sommer der Jahre 1919 und 1920 widmete sich die schwedische Künstlerin Hilma af Klint einer Phase intensiver Naturbeobachtung, indem sie Wälder und Wiesen durchstreifte und die dort gefundenen Blumen zeichnete. Die daraus entstandenen 46 Blätter bilden ihr Naturstudien-Portfolio, das kürzlich vom Museum für Moderne Kunst in New York erworben wurde. Mit Bleistift und leuchtenden Aquarellfarben stellte af Klint kunstvoll ausgeführte Blüten neben rätselhafte Diagramme: Eine blühende Sonnenblume wird von ineinander verschachtelten Kreisen widergespiegelt; das Maiglöckchen wird von einem farbigen Schachbrettmuster begleitet; Katzenfuß steht vor einem Paar spiegelbildlicher Spiralen. Zusammen zeigen diese beiden Ausdrucksweisen – gegenständlich und abstrakt – den Glauben der Künstlerin, dass genaue Naturbeobachtung „das, was hinter den Blumen steht“, offenbart – unaussprechliche Aspekte des menschlichen Wesens.
Veröffentlicht anlässlich der ersten öffentlichen Ausstellung dieses seltenen Portfolios, präsentiert Hilma af Klint: Was hinter den Blumen steht die Zeichnungen zusammen mit kontextualisierenden Kunstwerken und Übersetzungen der bisher unveröffentlichten Schriften der Künstlerin. Ein einführender Aufsatz der Kuratorin Jodi Hauptman beleuchtet af Klints Portfolio und die Umstände seiner Entstehung; Texte von Ewa Lajer-Burcharth, Laura Neufeld und Lena Struwe erschließen die Bildsprache, Materialität und botanischen Kenntnisse hinter diesen Werken.
Hilma af Klint (1862–1944) absolvierte die Königliche Kunstakademie Stockholm und etablierte sich als professionelle Künstlerin. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts entwickelte sie ein einzigartiges abstraktes Vokabular, einige Jahre früher als ihre Zeitgenossen. Ob auf Leinwand oder Papier, ihr unverwechselbares Werk ist geprägt von ihren geistigen Forschungen und, wie dieses Projekt zeigt, von einem Interesse an und einer Feinfühligkeit für die natürliche Welt.
