Jean
Jean
W. W. Norton & Company
Dunnigan, Madeleine
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Der siebzehnjährige Jean, ein schwieriger jüdischer Junge, gefangen im Gegenkulturstrudel des Londons der 1970er Jahre, kommt an Compton Manor an, einer ländlichen alternativen Internatsschule für Jungen mit „Problemen“. Legasthenisch, zurückgezogen und zu gewalttätigen Ausbrüchen neigend, hat Jean nie leicht Freunde gefunden, und die Schule war für ihn nie ein Ort der Sicherheit oder Freude.
Compton Manor ist seine letzte Chance, doch selbst hier, trotz der unkonventionellen Lehrmethoden, fällt Jean durch seine Andersartigkeit auf. Die anderen Jungen zahlen Schulgeld, während Jean ein Stipendium erhält; sie stammen aus guten, englischen Familien, während Jeans Mutter, Rosa, eine deutsch-jüdische Flüchtling ist und sein Vater nur eine ferne Erinnerung. Nachdem er mehrmals gegen die Regeln verstoßen hat, steht Jean auf dünnem Eis. Doch es gibt nur einen Sommer zu überstehen, dann wird Jean seine Prüfungen bestehen und wegkommen.
Plötzlich freundet er sich mit Tom an – selbstbewusst, charmant, gestützt auf jahrelange gute Erziehung und Privilegien – und es scheint, als könnte sich Jeans Welt verändern. Als die Dinge romantisch werden, gerät Jean in eine berauschende, überwältigende Verliebtheit. Nun schwänzt Jean den Unterricht, um in den Wald zu gehen, oder schleicht über mondbeschienene Felder, um Tom zu sehen, und fragt sich, ob die Beziehung einen Ausweg aus einem Leben voller Entfremdung bieten könnte. Aber was, wenn der einzige wahre Weg zur Freiheit das völlige Verschwinden ist?
Fesselnd und eindringlich ist Jean eine nachdenkliche Erzählung von Verlust und Flucht, destilliert in die herzzerreißende Geschichte einer intensiven und gefährlichen jugendlichen Liebe.
