Philèbe
Philèbe
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Platon
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Im Philèbos behandelt Platon eine der ältesten und fruchtbarsten Fragen der Philosophie: Was ist das höchste Gut, und wovon hängt das glückliche Leben ab? Der Dialog, geführt von Sokrates in Begleitung von Philèbos und Protagoras, stellt das Vergnügen und das Wissen als Anwärter auf den ersten Rang im menschlichen Dasein gegenüber. Doch die Diskussion geht schnell über diesen scheinbaren Gegensatz hinaus, um die Natur der Vergnügungen, ihre Vielfalt und ihre Grenzen, die Unterscheidung zwischen reinen und gemischten Vergnügungen, die unersättliche Natur des Verlangens sowie die Rolle von Maß und Harmonie bei der Bestimmung des Guten zu erforschen.
Weit mehr als ein bloßer sittlicher Traktat ist der Philèbos eine metaphysische und kosmologische Betrachtung: Er hinterfragt die Ordnung des Weltalls, das Verhältnis zwischen Sinneswahrnehmung und Verstand, zwischen dem Zeitlichen und dem Ewigen. Platon bietet darin eine Sicht der Wirklichkeit an, in der Gleichgewicht, Maß und Wahrheit die Bedingungen für ein erfülltes Dasein bilden. Durch die Ironie des Sokrates, die Einwände seiner Gesprächspartner und den dramatischen Fortgang der Argumentation entfaltet der Text eine Untersuchung über den Wert des Lebens, darüber, was wirklich erstrebenswert ist, und darüber, wie die Seele ihr rechtes Maß finden kann.
Für Studierende der Philosophie, Liebhaber antiken Denkens oder jeden Leser, der den Sinn seiner eigenen Entscheidungen hinterfragen möchte, bleibt der Philèbos ein Werk von unerschöpflicher Gegenwärtigkeit – ein Buch, das nicht nur Antworten gibt, sondern vor allem lehrt, bessere Fragen zu stellen.
