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Robert Crumb. Sketchbook Vol. 5. 1989-1998

Robert Crumb. Sketchbook Vol. 5. 1989-1998

Taschen

Crumb, Robert und Hanson, Dian

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Inkl. Steuern.

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Anzahl
Pages
444 pp.
Language
English
Author
Robert Crumb
Publisher
Taschen
Date
2020-02-14
Binding
Hardcover
ISBN
9783836566971
Dimensions
8.8 in x 1.6 in x 10.9 in

Als dieser Band beginnt, finden wir unseren Helden im Alter von 46 Jahren, fest verankert in den Jahren der Lebensmitte-Krise. Crumb hat sein ganzes Leben in ängstlichen, nachdenklichen, selbstgeißelnden Krisen verbracht, daher bringen die mittleren Jahre nur eine Verfeinerung seines lebenslangen Aufruhrs und eine weitere Schärfung seines künstlerischen Talents. Mehr Worte begleiten die Zeichnungen und zeigen Crumbs brillante Beobachtungsgabe, wie in einem langen Absatz, der einer Begegnung mit einem der veganen Dungklumpen seines Bruders Maxon gewidmet ist, und einem poetischen Lobgesang auf den Herzschmerz des Lebens und Alterns. Der Umzug der Familie nach Sauve, Frankreich im Jahr 1991 wird angekündigt durch den Wechsel von Porträts von apfelbäckigen amerikanischen Mädchen, die beim Warten auf Essen in kalifornischen Cafés skizziert wurden, zu Porträts von Mädchen in französischen Cafés, durch pastorale Darstellungen der üppigen französischen Landschaft und durch eindringliche Bilder von obdachlosen Bettlern in der Metro.

Die bemerkenswerteste neue Figur in diesem Skizzenbuch ist ein turbangebundener Heiliger namens, von der jungen Sophie Crumb, Roman Dodo, der lose von Roberts Bruder Maxon inspiriert zu sein scheint. Patricia Schwein, ein fröhliches Mensch-Schwein-Hybrid, feiert ebenfalls Premiere, neben Porträts von gegenwärtigen und früheren Freundinnen.

Während der Künstler in seine Mitte 50er voranschreitet, gegen Ende des Bandes, sprechen Fantasien von Rückkehr zur kindlichen Abhängigkeit von starken weiblichen Gestalten und sogar von einem guten Tod, getragen auf dem Rücken eines kräftigen jungen Engels, weniger von Angst als von Akzeptanz des Alterungsprozesses. Unser Griesgram findet ein Maß an Frieden, eine gewisse französische Gelassenheit gegenüber den grausamen Launen des Schicksals. Bis zu den letzten Seiten, wo er sich aus dem Nichts heraus als „so ein verdammter SCHWULER“ bezeichnet.

Alles in allem, ein weiterer großartiger Band.

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