Robert Mapplethorpe
Robert Mapplethorpe
Marsilio Arte
Mapplethorpe, Robert und Curti, Denis
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Spuren der Antike in Mapplethorpes erotischen, dramatischen und kunstvoll ausgewogenen Schwarzweiß-Kompositionen
Der amerikanische Fotograf Robert Mapplethorpe (1946–89) war ein Künstler mit tiefgreifendem Wissen über Kunstgeschichte, ein anspruchsvoller Kenner, der stets den Dialog mit der Vergangenheit suchte, um so innovative und zeitgemäße Bilder zu schaffen. Seine Sichtweise wurde vom Klassizismus geprägt, einem künstlerischen Kanon, den Mapplethorpe nicht nur studierte, sondern auch kopierte, erneuerte und interpretierte, indem er die Prinzipien von Harmonie, Proportion und formaler Vollkommenheit, die die klassische Bildhauerei kennzeichnen, in das Medium der Fotografie übertrug.
Dieses Werk führt einen direkten Dialog zwischen den berühmtesten Fotografien Mapplethorpes von den vollendeten und ewigen Formen antiker Skulpturen und Bildern, deren Motive die vergänglichen und sinnlichen Darstellungen männlicher und weiblicher Modelle sind, die die Posen oder Blickwinkel der ersteren widerspiegeln und so einen visuellen Vergleich zwischen skulpturaler und fotografischer Darstellung des menschlichen Körpers ermöglichen.
Aus dieser Perspektive versucht diese aktuelle Monographie, die verschiedenen Stationen von Mapplethorpes Laufbahn und künstlerischer Forschung nachzuzeichnen, wobei entscheidende Phasen seines Schaffens untersucht werden – von seinen frühen Experimenten mit Collagen bis zu seinen letzten Werken, einschließlich seiner ikonischen Fotografien von Aktdarstellungen, Porträts und Blumenkompositionen.
